Im Ausländeramt und in der Einbürgerungsbehörde des Landkreises Augsburg kommt ab September 2026 erstmals Künstliche Intelligenz (KI) zum Einsatz. Ziel ist es, die Mitarbeitenden bei zeitaufwendigen Routineaufgaben zu entlasten und dadurch zusätzliche Kapazitäten für die Bearbeitung der zahlreichen Anträge zu schaffen.
Die KI ist unter anderem in der Lage, umfangreiche Akteninhalte innerhalb kurzer Zeit zusammenzufassen und strukturiert aufzubereiten. Darüber hinaus kann sie bestimmte Prüfungen durchführen und die Grundlage für die weitere Bearbeitung und Entscheidung vorbereiten. Gerade die Sichtung und Aufbereitung häufig sehr umfangreicher Sachverhalte sowie die Prüfung vorzulegender Dokumente nehmen bislang einen erheblichen Teil der Arbeitszeit in Anspruch.
Das Landratsamt Augsburg rechnet durch den Einsatz der KI mit einer durchschnittlichen Zeitersparnis von mindestens fünf Stunden pro Woche und Mitarbeitendem. Die freiwerdende Zeit soll insbesondere für die Bearbeitung von Anträgen genutzt werden.
Aufgrund des hohen Antragseingangs hat sich in der Einbürgerungsbehörde inzwischen ein Rückstau von rund 2.500 noch nicht abschließend bearbeiteten Einbürgerungsanträgen aufgebaut. Die Mitarbeitenden bearbeiten derzeit durchschnittlich rund 80 Fälle pro Monat.
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