Der Bericht untersucht zwei Phasen der Fluchtmigration, die Jahre 2017/2018 sowie die Jahre 2022 bis 2025, die jeweils stark durch syrische bzw. ukrainische Geflüchtete geprägt waren.
Trotz erheblicher Unterschiede in der demografischen Zusammensetzung beider Gruppen, insbesondere mit Blick auf Geschlecht und Bildungsniveau, fallen die Unterschiede in der Struktur der Betriebe, die Geflüchtete anstellen, überraschend gering aus. In beiden Phasen konzentriert sich die Beschäftigung Geflüchteter stark auf wenige Branchen mit geringen formalen Zugangsvoraussetzungen, vor allem auf die Arbeitnehmerüberlassung, die Wach- und Sicherheitsdienste und den Garten- und Landschaftsbau sowie das Gastgewerbe. Branchen mit hohen Sprach- und Qualifikationsanforderungen – darunter Gesundheits- und Sozialwesen, öffentliche Verwaltung und unternehmensnahe Dienstleistungen – sind bei beiden Gruppen deutlich unterrepräsentiert. Ukrainische Geflüchtete sind trotz ihres hohen Frauenanteils im frauendominierten sozialen Sektor unterrepräsentiert. Geflüchtete finden häufiger Beschäftigung in kleinen und mittleren Betrieben als in Großbetrieben, obwohl letztere gemessen an der Gesamtbeschäftigung eine größere Rolle spielen.
