75 Jahre Genfer Flüchtlingskonvention (GFK)

Am 28. Juli 1951 wurde im Rahmen einer Sondersitzung der Vereinten Nationen die Genfer Flüchtlingskonvention verabschiedet. Diese Übereinkunft ist bis heute das Fundament und damit das wichtigste internationale Dokument für den Schutz von Flüchtlingen.

Die Konvention legt klar fest, wer ein Flüchtling ist, welchen rechtlichen Schutz, welche Hilfe und welche sozialen Rechte dem Flüchtling von den Unterzeichnerstaaten gewährt werden sollten. Die GFK definiert aber auch die Pflichten, die ein Flüchtling dem Gastland gegenüber erfüllen muss und schließt bestimmte Gruppen (darunter Kriegsverbrecher) vom Flüchtlingsschutz aus.

Die GFK war zunächst darauf beschränkt, hauptsächlich europäische Flüchtlinge direkt nach dem Zweiten Weltkrieg zu schützen. Um den Bedingungen von Flüchtlingen weltweit gerecht zu werden, wurde der Wirkungsbereich er Konvention mit dem Protokoll von 1967 sowohl zeitlich als auch geografisch erweitert.

Passagen der GFK finden sich auch im deutschen Asylgesetz.

„Hüter“ der GFK ist der UNHCR, das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen mit Sitz in Genf.

Insgesamt sind bisher 149 Staaten der GFK beigetreten.

 

Der UNHCR schätzt, dass Ende 2025 die Zahl der weltweit Geflüchteten und Vertriebenen ca. 118 Millionen betragen hat, dies sind ca. 4% weniger als in 2024.

Mehr als 50% sind dabei Binnenflüchtlinge, also Flüchtlinge, die innerhalb des eigenen Landes Schutz suchen.

Unter diesen weltweit 118 Mio Flüchtlingen sind ca. 9 Mio Asylsuchende.

Die meisten Flüchtlinge weltweit kommen aus Venezuela (6,4 Mio), Ukraine (5,2 Mio), Syrien (4,9 Mio), Afghanistan (3,7 Mio) und Sudan (2,8 Mio).

 

275 Organisationen unterzeichnen ein Memorandum für einen starken Flüchtlingsschutz

Anlässlich des 75. Jahrestags der Genfer Flüchtlingskonvention haben Wohlfahrtsverbände und Menschenrechtsorganisationen ein Memorandum vorgelegt, in dem „eine Zukunftsvision für einen starken Flüchtlingsschutz“ entwickelt werden soll. Die Denkschrift wird von 275 Organisationen auf Bundes- und Landesebene unterstützt.

 

Informationsverbund Asyl & Migration – Detail